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  • karinsteijven

Der Rückbildungskurs für deine Seele

Aktualisiert: Aug 10

Letztes Wochenende traf ich mich mit alten Freunden. Anlass war das eine von ihnen quer durch Deutschland geradelt ist, und ´in der Nähe´ war. Also machten uns auf nach Randersacker. Es war nostalgisch, die Sonne schien, ich badete in Unterwäsche im Main. Bei Ausflüge mit 2 Kinder nimmt man immer so viel Kram mit, sodass ich irgendwie immer die unlogische Entscheidung mache das ich für mich nicht auch noch Badesachen einpacken brauch. Kennst du das? Naja...so ging´s auch.

Weil wir so weit auseinander wohnen und wir, dank corona, uns schon länger nicht mehr gesehen hatten gab es viel zu erzählen. Und so habe ich ausführlich über den Geburtsverarbeitungskurs erzählt und warum ich glaube das die Welt so etwas braucht. Da sagte einer meiner Freunde etwas im Sinne von ´Was denkt ihr Frauen euch eigentlich, ist doch klar das eine Geburt weh tut´. Und meine Reaktion war blitzschnell: `Nicht unbedingt, meine zweite Geburt tat nicht weh´. Und wir ratschten weiter, und schon bald war ein anderes Topic drann, oder ein Kind brauchte Aufmerksamkeit, so wie das halt ist in einer geselligen Runde mit Eltern.


Mir blieb dieses kurze Gespräch aber hängen. Meine eigene Reaktion gefiell mir nicht. Etwas stimmte nicht. Mir ist jetzt klar was das war. Es kam so herüber das ein Geburtserlebnis stimmig ist, oder nicht, weil es weh tut, oder nicht. Aber darum geht es nicht. Es ist jeder schwangeren Frau klar das eine Geburt mit heftigen Körperempfindungen einher geht. Aber ich glaube nicht das das unbedingt die Differenz zwischen eine schöne Geburt und eine weniger schöne, vielleicht sogar traumatischen Geburt, ausmacht.

Klar, wenn du heftige Schmerzen erleiden musstest, vielleicht auch lange aushalten musstest, kann diese Erfahrung auf Jeden Fall tiefe Eindrücke hinterlassen. Kannst du aber diese Schmerzen im Nachhinein verarbeiten? Das ist nicht so leicht. Schließlich ist da jetzt dieses neugeborenes das dich rund um die Uhr braucht. Wird deine Erfahrung von dein Umfeld anerkannt? Es ist schließlich eine enorme Leistung!


Und doch ist eine Geburt darüber hinaus noch so viel mehr als ein Akt der weh tut und anstrengend ist. Es ist so ein tiefer Prozess, wie ein biologischer Übergangsritus – vom Frausein ins Muttersein. Ein Prozess dem du völlig ausgeliefert bist. Ein Weg den du gehen musst, obwohl du ihn noch nie gegangen bist und wovon du nicht genau weißt wie er läuft oder wann ihr ankommen werdet. Auch wenn du schon mal geboren hast, den jede Geburt ist einzigartig. Vielleicht gab es auch spannende Strecken, wo ihr euch sorgen machen musstet um die Gesundheit eures Kindes. Vielleicht hattest du Angst. Manchmal gibt es ein plötzlichen Kurswechsel und musst du dich während die Geburt in vollen Gang ist doch auf einmal von Zuhause in die Klinik begeben oder wirst du vom Kreißsaal in das OP-Zimmer gebracht.

Wahrscheinlich hast du dich noch nie so nackt gefühlt wie während der Geburt. Du bist wahrscheinlich auch Nackt gewesen. Aber nicht nur das. Du warst Nackt, machtest dich weit, hast dich geöffnet wie noch nie zuvor.

Während der Geburt bist du pure Kraft, Urgewalt und gleichzeitig verletzlicher wie nie zuvor. Vielleicht wurde genau das nicht genug beachtet, vielleicht hast du das Gefühl du wurdest übergangen? Wurdest DU richtig wahrgenommen zwischen alle Tests, Kontrollen, diagnostischen Werkzeuge? All das macht aus ob dein Geburtserlebnis eine schöne Erfahrung ist.



Und was wenn nicht? Du hattest keine schöne Erfahrung? ´Hauptsache das Kind ist gesund`. Ist das der one-liner mit dem du dich oft getröstet fühlen solltest? Wie oft musstest du das hören während DEINE äußerlichen und innerlichen Wunden noch nicht mal geheilt waren? Dieser Satz, wie wahr er auch sein mag, impliziert das, wenn dein Kind die Hauptsache ist, das du, und dein Wohlsein, Nebensachen sind. Stimmt das? Nein! Du bist auch die Hauptsache! Schließlich bist du jetzt Mutter geworden, du hast so eine riesige Aufgabe vor dir. Natürlich bist du wichtig und nicht nur eine Nebensache. Und selbstverständlich hast du mit so ein kleines Baby, oder mit kleine Babys – wenn ihr Mehrlinge bekommen habt -, nicht die Zeit um die tiefe Aufarbeitung zu machen damit du im reinen sein kannst mit dein Geburtserlebnis. Doch ich glaube es ist so wichtig diese tiefgreifende Erfahrungen gut zu integrieren, und irgendwann kommt eine Zeit wo du wieder mal ein bisschen Zeit für dich nehmen kannst. Und dann ist es vielleicht auch gut zu reflektieren ob es da noch was zu verarbeiten gibt oder nicht.



Nur gibt es in unsere Gesellschaft kaum Angebote. Klar, es gibt Rückbildungskurse, die behandeln aber hauptsächlich die Körperliche Ebene. Und Falls du Nachsorge von einer Hebamme bekommst, dann wird die auch dein Seelisches Wohlsein im Auge behalten. Nur werden die Hebammenbesuche in der Regel auch weniger, sobald ihr gut aufeinander eingespielt seid und gerade dann hättest du mal mehr Zeit bei dir zu schauen. Und dann gibt es diese Gesellschaftliche Annahme das Geburten nun mal so sind; schrecklich und schmerzhaft (siehe Hollywood). `Da muss Frau halt durch´, und wehe du 'meckerst' deswegen...

Das darf sich meinetwegen endlich ändern. Wenn du was schreckliches erlebt hast, oder einfach nur unstimmig, wieso solltest du das nicht verarbeiten dürfen?

Und deswegen bieten wir den Geburtsverarbeitungskurs an – Den Rückbildungskurs für deine Seele. Weil du uns nicht egal bist, du bist auch die Hauptsache. Wir schaffen mit den Geburtsverarbeitungskurs einen Raum für all die Gefühle und Emotionen die bis jetzt zu kurz gekommen sind oder die du vielleicht erstmal gar nicht wahr haben wolltest. Und ich bin so unglaublich stolz auf diese Arbeit und auf die Frauen die mit uns dieses Neuland gegangen sind.


Natalie ist eine von diesen Frauen, und sie schrieb uns diesen Wunderbaren Feedback:

`Dieser Kurs war genau das was ich gesucht habe und noch dringender gebraucht habe als mir bewusst war. Jemanden, der mich Absolut Urteilsfrei an die Hand nimmt und zu meinen unverarbeiteten Gefühlen aus dem Wochenbett und der Zeit danach führt... Ich denke dieses zusammen sein unter Frauen, diese warme weiche Art der Kommunikation (nicht nur auf verbaler Ebene) dieses gehalten werden und natürlich die Kursinhalte selbst würden vielen Müttern helfen wieder mehr zu sich zu finden. Allgemein, besonders aber wenn ein Trauma oder eine schwierige Zeit hinter einem liegt ist dieser Kurs Gold wert. Ich habe die Frau in mir ein Stückchen mehr mit der Mutter in mir verbinden können und genieße mein Leben mit meiner Familie nun noch vielmehr als vorher. Die Beziehung zu mir selbst und somit auch zu meinem Kind, meinem Partner und meinem kompletten Leben hat sich verändert. Ich hoffe sehr das dieser Kurs Stück für Stück die Aufmerksamkeit bekommt die er verdient. Jeder sollte diese Möglichkeit kennen und Zugang dazu haben. `

Vielleicht fragst du dich jetzt ob du dein Geburtserlebnis genug verarbeiten konntest? Gerne kannst du hier weiterlesen und dich über neuen Kursstarts informieren.


Ich bin neugierig; wie war deine Geburtserfahrung? Konntest du selbstbestimmt gebären? Wurden du und dein Partner rechtzeitig informiert über eventuelle medizinisch notwendige Eingriffe? Konntet ihr als gleichwertige entscheidungsträger mitentscheiden? Hast du dicht wohlgefühlt, geborgen, sodass du dich dem prozess hingeben konntest?


Ich freue mich wenn du hier von deinen Erfahrungen berichtest.


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